Nationaler Testpool (NTP)

Alle Bundeskaderathleten werden von ihrem jeweiligen Sportverband und der NADA entweder dem Nationalen Testpool (NTP) oder den Allgemeinen Testpools (ATP) zugeordnet. Dabei umfasst der Nationale Testpool in der Regel die Mitglieder des Internationalen Testpools, die Athleten des Topteams für die jeweiligen Olympischen Spiele und die Athleten, die einem A-Kader oder einer A-Nationalmannschaft eines Olympischen Verbandes angehören. Alle anderen Bundeskaderathleten sind Mitglieder der Allgemeinen Testpools I und II.

 

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Narkotika

Als Narkotika werden Substanzen bezeichnet, die einzeln oder in Kombination geeignet sind, eine Narkose herbeizuführen. Zu den Narkotika gehören neben Schlafmitteln und Medikamenten mit muskelentspannender Wirkung auch stark wirksame Schmerzmittel vom Morphintyp. Auf der Liste der verbotenen Substanzen stehen beispielsweise die Narkotika Morphium, Heroin und Methadon.

 

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NTP

NTP ist die Abkürzung für Nationaler Testpool.

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Ödeme

Ödeme sind schmerzlose Schwellungen, die durch Wasseransammlungen im Gewebe entstehen.

Olympiastützpunkte

Olympiastützpunkte sind Betreuungs- und Serviceeinrichtungen für Bundeskaderathletinnen und -athleten sowie deren Trainerinnen und Trainer, bei freien Kapazitäten auch für Landeskader. Ihre Aufgabe ist eine qualitativ hochwertige und vielseitige Betreuung insbesondere für die Olympiavorbereitung des Topteams im täglichen Training sowie bei zentralen Maßnahmen der Spitzenverbände.

 

Interner Link: Beratung hilft weiter

Opiat

Opiate sind natürliche Substanzen, die im Opium, dem Milchsaft des Schlafmohns, enthalten sind. Dies sind vor allem Morphin und Codein – beide zählen zu den im Sport verbotenen Narkotika.

 

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Opium

Opium wird aus dem Milchsaft des Schlafmohns gewonnen. Es enthält die Alkaloide Morphin und Codein – beide zählen zu den im Sport verbotenen Narkotika. Der nachgewiesene Konsum von Opium zieht gegebenenfalls aber auch strafrechtliche und/oder verbandsinterne disziplinarische Maßnahmen nach sich.

 

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Opioid

Als Opioide werden alle morphinähnlichen Stoffe bezeichnet. Neben den natürlichen Opiaten Morphin und Codein zählen dazu auch halbsynthetische Wirktoffe wie Heroin oder vollsynthetische wie Methadon und körpereigene Opiate wie die Endorphine – zählen alle zu den im Sport verbotenen Narkotika.

 

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Östrogen

Östrogene sind die weiblichen Geschlechtshormone, die hauptsächlich in den Eierstöcken gebildet werden, daneben auch im Mutterkuchen (Plazenta), in der Nebennierenrinde und in geringer Menge im männlichen Hoden. Östrogene steuern die körperlichen Vorgänge im Zusammenhang mit der Fortpflanzung. Östrogene können bei der Verwendung von Anabolika auftreten und zur Brustvergrößerung bei Männern ect. führen. Östrogene sind, anders als die männlichen Geschlechtshormone, im Sport nicht verboten.

Phenylephrin

Der Wirkstoff Phenylephrin ist in Erkältungsmitteln enthalten, da er eine abschwellende Wirkung beispielsweise auf die Nasenschleimhaut hat. Wegen seiner stimulierenden Wirkung steht Phenylephrin auf der Verbotsliste.

 

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Plasma-Expander

Beim Doping mit EPO wird die Eryhtrozytenzahl im Blut und damit auch der sogenannte Hämatokrit-Wert, der Anteil zellulärer Bestandteile des Blutes, erhöht. Plasma-Expander erhöhen den Flüssigkeitsgehalt des Blutplasmas. Dadurch sinkt der Hämatokrit-Wert, so dass der Nachweis von EPO erschwert wird. Wegen ihrer maskierenden Wirkung stehen Plasma-Expander auf der Verbotsliste.

 

Link zu BT Diuretika und andere Maskierungsmittel

 

Probenecid

Probenecid ist eine Substanz, die die Ausscheidung von Harnsäure durch den Urin verstärkt. Ein Nebeneffekt von Probenecid ist, dass es die Ausscheidung zahlreicher Substanzen über die Niere in den Harn vermindert. Auf diese Weise wird unter anderem die Nachweisbarkeit von Anabolika erschwert. Deshalb wird Probenecid den Maskierungsmitteln zugerechnet und steht auf der Verbotsliste.

 

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Prohormone

Als Prohormone werden „Vorläufer“ von Hormonen bezeichnet, also körpereigene Stoffe, die an sich keine oder nur eine geringe hormonelle Wirkung zeigen und erst im Stoffwechselprozess in Hormone umgewandelt werden. Prohormone, die Vorstadien von Steroidhormonen wie Testosteron sind, stehen ebenso wie die Steroidhormone selbst auf der Verbotsliste.

 

Proteine

Protein ist die medizinische Bezeichnung für Eiweiß. Proteine gehören zu den Grundbausteinen aller Zellen. Sie bestehen aus Sauerstoff, Wasserstoff, Kohlenstoff, Stickstoff und Schwefel. Proteine bestimmen den Körperaufbau und die Struktur von Geweben; sie ermöglichen und beschleunigen chemische Reaktionen im Körper, steuern Kontraktionen der Muskeln und sind für den Transport des Hämoglobins im Blut zuständig. Auch Hormone gehören zu den Proteinen.

 

Interner Link: Gesund essen und trinken

Proteinsynthese

Der Begriff Proteinsynthese (genauer: Proteinbiosynthese) bezeichnet den Prozess der Bildung von Proteinen im Körper.

 

Interner Link: Anabolika im Leistungssport

Pseudoephedrin

Pseudoephedrin ist ein dem Ephedrin verwandter Wirkstoff. Er steht nicht mehr auf der Verbotsliste.

 

Interner Link: Ephedrin & Co.

Psychose

Als Psychosen werden schwere psychische Störungen bezeichnet, bei denen die Betroffenen jedoch nicht sich selbst, sondern ihre Umwelt als verändert erleben. Psychosen sind häufig mit Halluzinationen und Wahnideen verbunden.

 

Link zu BT Psychische Folgen von Doping

Salbutamol

Salbutamol gehört zur Substanzklasse der Beta-2-Agonisten, der vor allem in Medikamenten gegen Asthma vorkommt. Salbutamol zählt zu den vier Wirkstoffen, für die Athletinnen und Athleten, die unter Asthma leiden, einen Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung (ATUE) stellen können, allerdings nur zum Gebrauch als Inhalation.

 

 

Interner Link: Beta-2-Agonisten

Salmeterol

Salmeterol gehört zur Substanzklasse der Beta-2-Agonisten, der vor allem in Medikamenten gegen Asthma vorkommt. Salmeterol zählt zu den vier Wirkstoffen, für die Athletinnen und Athleten, die unter Asthma leiden, einen Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung (ATUE) stellen können, allerdings nur zum Gebrauch als Inhalation.

 

Interner Link: Beta-2-Agonisten

Somatotropin

Somatotropin (human growth hormone, HGH) ist ein Wachstumshormon. Gebildet wird es im Hypophysenvorderlappen, einem Teil des Gehirns. Über die Blutbahn gelangt das Hormon zu den verschiedenen Zellen, wo es seine Wirkung entfalten kann. Somatotropin beschleunigt die Teilung der Zellen. Das macht sich als Wachstum bemerkbar. Somatotropin steht wegen seiner anabolen Wirkung auf der Verbotsliste.

 

Interner Link: HGH

Stanozolol

Stanozolol ist ein synthetisches anaboles Steriodhormon und steht deshalb auf der Verbotsliste.

 

Link zu Anabolika im Leistungssport

Steroidhormone

Zu den Steroidhormonen (kurz: Steroide, auch Anabolika genannt) gehören Sexualhormone wie das Testosteron und Hormone der Nebennierenrinde wie Glukokortikoide. Der Begriff Steroidhormone umfasst ebenfalls synthetische Substanzen, die diesen Hormonen ähnlich sind. Steroidhormone sind seit 1976 im Sport verboten und zählen zu den am häufigsten benutzten Dopingmitteln. Der Missbrauch von Steroidhormonen kann schwere gesundheitliche Schäden auslösen wie Leberschäden, Vermännlichung bei Frauen, Brustvergrößerung bei Männern, Schädigungen des Herz- und Kreislaufsystems bis hin zum Herzinfarkt. Steroidhormone können auch eine Reduktion der Spermienbildung herbeiführen.

 

 

Link zu Anabolika im Leistungssport

Stimulanzien

Stimulanzien sind Aufputschmittel. Ihre Wirkung ist vergleichbar mit der Wirkung der körpereigenen Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin. Sie helfen, Müdigkeit zu überwinden, erhöhen die Aktivität der Nerven, steigern die Aufmerksamkeit und das Selbstbewusstsein. Stimulanzien sind im Wettkampf verboten.

 

Link zu Verteilseite Stimulanzien.

Suizid

Suizid ist die lateinische Bezeichnung für Selbstmord, Selbsttötung.

Terbutalin

gehört zur Substanzklasse der Beta-2-Agonisten, der vor allem in Medikamenten gegen Asthma vorkommt. Terbutalin zählt zu den vier Wirkstoffen, für die Athletinnen und Athleten, die unter Asthma leiden, einen Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung (ATUE) stellen können, allerdings nur zum Gebrauch als Inhalation.

 

 

Link zu BT Beta-2-Agonisten

Testosteron

Testosteron ist ein wichtiges Sexualhormon, das bei Männern in den Hoden produziert wird und bei Frauen in geringen Mengen in den Eierstöcken und Nebennierenrinden. Testosteron steigert das sexuelle Verlangen. Bei Männern fördert es unter anderem die Entwicklung der Geschlechtsmerkmale und die Spermienproduktion. Außerdem hat das Hormon eine Muskeln aufbauende Wirkung und fördert die Fettausscheidung, deshalb ist die Zuführung von außen im Sport verboten. Der Missbrauch von Testosteron kann sich auf die Psyche auswirken, kann erhöhte Aggressivität und Veränderungen der Persönlichkeit auslösen und unter anderem das Krebsrisiko erhöhen.

 

Interner Link: Anabolika im Leistungssport

Tetrahydrocannabinol

Das Tetrahydrocannabinol (THC) ist der stärkste Wirkstoff Cannabis-Pflanze. Es ist verantwortlich für die berauschende Wirkung von Haschisch und Marihuana. Tetrahydrocannabinol steht auf der Verbotsliste für Wettkämpfe. Der nachgewiesene Konsum von THC zieht gegebenenfalls aber auch strafrechtliche und/oder verbandsinterne disziplinarische Maßnahmen nach sich.

 

 

Interner Link: Cannabinoide

THC

THC ist die Abkürzung für Tetrahydrocannabinol.

 

Interner Link: Cannabinoide

Theophyllin

Theophyllin ist eine schwach stimulierende Substanz, die in geringer Menge im Tee vorkommt. Es hat eine entspannende Wirkung auf die glatte Muskulatur der Bronchien und steigert den Atemantrieb, deshalb wird es als Medikament zur Behandlung von chronischen Atemwegserkrankungen eingesetzt. Theophyllin steht nicht auf der Verbotsliste.

Thrombose

Eine Thrombose (auch Thromboembolie) ist der Verschluss eines Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel (Thrombus), der im Extremfall zum Tod führen kann. Thrombosegefahr besteht beispielsweise bei der Anwendung von EPO ohne medizinische Notwendigkeit.

 

Interner Link: Körperliche Folgen von Doping

TUE

TUE ist die Abkürzung für Therapeutic Use Exemption (wörtlich: Befreiung für den therapeutischen Gebrauch). Es handelt sich um eine Genehmigung für die Einnahme bestimmter Wirkstoffe, die auf der Verbotsliste stehen, wenn diese Wirkstoffe allein therapeutischen Zwecken dienen. Die Genehmigung muss immer vor der Einnahme des Medikaments erteilt werden.

Verbotsliste

Die Verbotsliste der Welt Anti-Doping Agentur (WADA) umfasst alle Substanzen, die als Dopingsubstanzen identifiziert sind und deren Anwendung deshalb im Leistungssport verboten ist. Außerdem umfasst die Verbotsliste Methoden des Dopings oder der Verschleierung von Doping.

 

Virilisierung

Bei Frauen kann die Einnahme von Anabolika zu einer Vermännlichung (Virilisierung) führen. Diese äußert sich beispielsweise in Störungen des Menstruationszyklus, einer verstärkten Körperbehaarung, einer Veränderung der Stimme, die tiefer werden und einen männlichen Charakter annehmen kann, und einer Vergrößerung der Klitoris. Die Veränderungen sind in der Regel nicht mehr rückgängig zu machen.

 

Link zu körperliche Folgen von Doping

WADA

WADA ist die Abkürzung für World Anti-Doping Agency oder Welt Anti-Doping Agentur. Diese ist auf internationaler Ebene für die Etablierung von Anti-Doping-Bestimmungen, Dopingkontrollen und Dopingprävention zuständig, während nationale Anti-Doping-Organisationen wie die NADA diese Aufgaben auf nationaler Ebene umsetzen.

WADA-Code

Der WADA-Code ist das grundlegende und allgemeingültige Anti-Doping-Regelwerk, das weltweit gilt und den Umgang mit verbotenen Substanzen und Methoden regelt und auf dem das Welt-Anti-Doping-Programm im Sport basiert. Die deutschsprachige Version des Regelwerks ist der NADA-Code.

THG

THG ist die Abkürzung für Tetrahydrogestrinon. Die Substanz zählt zu den anabolen Steroiden. Es handelt sich um ein Designer-Steroid, das eigens zu Dopingzwecken entwickelt wurde. Eine medizinische Wirksamkeit ist nicht bekannt. THG gehört selbstverständlich zu den verbotenen Substanzen.

Intramuskulär

Als intramuskulär wird die Verabreichung eines Medikaments bezeichnet, wenn es direkket in den Gesäßmuskel gespritzt wird.

Intravenös

Als intravenös wird die Verabreichung eines Medikaments bezeichnet, wenn es über eine Spritze oder einen Schlauch direkt in die Vene geleitet wird.

IOC

IOC ist die Abkürzung für Internationales Olympisches Komitee. Das IOC ist eine nichtstaatliche Organisation, deren Aufgabe in der Organisation und Betreuung der Olympischen Spiele liegt. Um den Kampf gegen Doping im Leistungssport auf internationalem Niveau zu fördern und zu koordinieren, hat das IOC im Jahre 1999 die Welt Anti Doping Agentur (WADA) als Stiftung ins Leben gerufen.

Kohlehydrate

Kohlehydrate sind die wichtigsten Energielieferanten. In der Nahrung sind sie enthalten in Zucker, Fruchtzucker und Traubenzucker (z.B. Obst, Süßigkeiten) und in Stärke (z.B. Getreideprodukte, Kartoffeln, Reis, Hülsenfrüchte und Gemüse).

Kokain

Kokain ist ein Alkaloid, das aus den Blättern des in Südamerika beheimateten Cocastrauchs gewonnen wird. Kokain wird als Rauschdroge geschnupft, gespritzt oder (als sogenanntes Crack) geraucht. Es entfaltet im Zentralnervensystem eine anregende, stimmungsaufhellende Wirkung bis hin zur Euphorie. Kokain zählt zu den im Sport verbotenen Stimulanzien. Der nachgewiesene Konsum von Kokain zieht gegebenenfalls aber auch strafrechtliche und/oder verbandsinterne disziplinarische Maßnahmen nach sich.

Marihuana

Als Marihuana werden die getrockneten Blüten und Blätter des Cannabis-Strauchs bezeichnet. Marihuana zählt zu den auch im Sport verbotenen Stimulanzien. Der nachgewiesene Konsum von Marihuana zieht gegebenenfalls aber auch strafrechtliche und/oder verbandsinterne disziplinarische Maßnahmen nach sich.

Marker

Als Marker wird eine biologische Substanz bezeichnet, deren (vermehrtes) Vorkommen im Körpergewebe einen Hinweis auf das Vorhandensein einer anderen Substanz oder eines bestimmten Krankheitsbildes gibt.

Maskierungsmittel

Unter dem Begriff "Maskierungsmittel" werden verschiedene Substanzen zusammengefasst, die entweder die Ausscheidung von Dopingsubstanzen beeinflussen oder deren Nachweis erschweren.

 

Link zu BT Diuretika und andere Maskierungsmittel

Metandienon

Metandienon gehört zu den anabolen Steroidhormonen und steht als Dopingsubstanz auf der Verbotsliste.

 

Interner Link: Anabolika

Methylephedrin

Methylephedrin ist ein dem Ephedrin verwandter Wirkstoff, der zu den im Sport verbotenen Stimulanzien zählt und in Medikamenten gegen Erkältungskrankheiten vorkommt.

 

Link zu Ephedrin & Co.

Modafinil

Modafinil ist eine psychoaktive Substanz, die in ihrer Wirkung Ähnlichkeit mit Stimulanzien wie Amphetamin aufweist. Sie steht deshalb auf der Verbotsliste.

 

Link zu Amphetamin

Morphin

Morphin ist ein Opioid. Es wird aus Rohopium, dem Milchsaft des Schlafmohns, gewonnen. Morphin zählt zu den im Sport verbotenen Narkotika. Der nachgewiesene Konsum von Morphin zieht gegebenenfalls aber auch strafrechtliche und/oder verbandsinterne disziplinarische Maßnahmen nach sich.

 

 

Link zu Narkotika

Morphium

Morphium ist eine andere Bezeichnung für Morphin.

NADA

NADA ist die Abkürzung für Nationale Anti Doping Agentur. Die NADA ist die zentrale Stelle zur Bekämpfung des Dopings in Deutschland. Ihre Aufgaben reichen von der Organisation des Doping-Kontroll-Systems über Dopingprävention, der Informationen für Athleten, Verbände, Trainer, Eltern und Sportärzte, der Erteilung von medizinischen Ausnahmegenehmigungen, der medizinischen und juristischen Beratung bis zur internationalen Zusammenarbeit bei der Doping-Bekämpfung.

NADA-Code

Der NADA-Code ist das grundlegende und allgemeingültige Regelwerk der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA), also die deutsche Version des WADA-Codes, auf dem das Anti-Doping-Programm in Deutschland basiert. Der WADA-Code enthält die international gültigen Anti-Doping-Bestimmungen der Welt Anti-Doping Agentur WADA.

 

 

Interner Link: Basic Rules: Der NADA-Code

Nandrolon

Nandrolon ist ein anabol-androgenes Steroidhormon. Es hat eine stark muskelaufbauende Wirkung und steht deshalb auf der Verbotsliste.

 

Interner Link: Anabolika im Leistungssport

Hormone

Hormone sind organische Substanzen, die vom Körper im Gehirn oder in den Drüsen gebildet werden. Sie gelangen über den Blutkreislauf oder das Lymphsystem zu ihren jeweiligen Zielorganen oder werden direkt am Zielort gebildet und beeinflussen dort in extrem geringer Konzentration den Stoffwechsel.

 

Interner Link: Hormone und verwandte Wirkstoffe

Hypophyse

Hypophyse ist die medizinische Bezeichnung für die Hirnanhangdrüse. Es handelt sich um eine kleine, mit dem Zwischenhirn verbundene Drüse, die für die Steuerung der Produktion zahlreicher Hormone zuständig ist oder diese selbst produziert.

Insulin

Insulin ist ein Hormon, das in der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. Es wirkt blutzuckersenkend und reguliert die Blutzuckerkonzentration. Insulin steht auf der Verbotsliste, weil es von gesunden Menschen als Anabolikum missbraucht werden kann. Diabetiker, die Leistungssport betreiben, müssen eine Ausnahmegenehmigung (TUE) beantragen.

 

Interner Link: Hormone und verwandte Wirkstoffe

Doping

Doping wird im Allgemeinen definiert als Benutzung von verbotenen Substanzen, Methoden und Verhaltensweisen zum Zweck der unerlaubten Leistungssteigerung im Sport. WADA und NADA definieren Doping als das Vorliegen eines oder mehrerer Verstöße gegen Anti-Doping-Bestimmungen, die im Artikel 2 des WADA- und des NADA-Codes aufgelistet sind.

 

Interner Link: Was ist Doping?

DOSB

DOSB ist die Abkürzung für Deutscher Olympischer Sportbund.

Ecstasy

Die Designerdroge Ecstasy wurde in den USA entwickelt. Ihr Wirkstoff Methylendioxymethylamphetamin (MDMA) gehört zu den Amphetaminen, die im Sport verboten sind. Die Tabletten und Kapseln, die in den Drogenlaboren hergestellt werden, enthalten häufig synthetische Formen des Wirkstoffs mit einer stark halluzinogenen Wirkung, und die Wirkstoffmenge kann sehr unterschiedlich sein. Der nachgewiesene Konsum von Ecstasy zieht gegebenenfalls aber auch strafrechtliche und/oder verbandsinterne disziplinarische Maßnahmen nach sich.

 

Interner Link: Ecstasy, Verteilseite Stimulanzien

Elektrolythaushalt

Elektrolyte sind Stoffe, die elektrisch geladene Atome oder Moleküle (sogenannte Ionen) enthalten und eine elektrische Leitfähigkeit besitzen. Die für den menschlichen Organismus wichtigsten Elektrolyte sind Natrium, Kalium, Kalzium, Magnesium. Sie sind wichtig für die Funktion von Nerven- und Muskelzellen und regulieren den Wasserhaushalt des Körpers und den pH-Wert des Blutes. Durch die Anwendung von Diuretika, die Doping verschleiern sollen, kann es zu lebensbedrohlichen Störungen des Elektrolythaushalts kommen.

 

Interner Link: Körperliche Folgen von Doping

Ephedrin

Ephedrin ist ein Alkaloid aus einer chinesischen Pflanze der Gattung Ephedra. Von seiner chemischen Struktur ist es dem Amphetamin ebenso ähnlich wie den körpereigenen Hormonen Adrenalin und Noradrenalin. In der Medizin finden Ephedrin und verwandte Stoffe wie Pseudoephedrin, Methylephedrin und Cathin vor allem bei Erkältungskrankheiten Verwendung. Ephedrin weitet zudem die Bronchien und erhöht die Herzfrequenz. Es wirkt somit leistungssteigernd und steht deshalb auf der Liste der verbotenen Wirkstoffe.

 

Interner Link: Ephedrin & Co.

Epitestosteron

Epitestosteron ist ein dem Testosteron ähnliches Steroidhormon. Beide Hormone werden im männlichen Körper normalerweise im Verhältnis 1:1 ausgeschüttet. Will man kontrollieren, ob ein Sportler mit Testosteron gedopt ist, so kann man das Verhältnis von Testosteron und Epitestosteron im Körper vergleichen. Ist der Testosteronspiegel deutlich höher als der Epitestosteronspiegel, also höher als das Verhältnis 4:1, so besteht der Verdacht, dass der Athlet gedopt ist.

 

Link zu BT Diuretika und andere Maskierungsmittel

EPO

EPO ist die Abkürzung für Erythropoietin.

 

Interner Link: EPO

Erythropoietin

Erythropoietin (EPO) ist ein Hormon, das in der Niere gebildet wird und die Aufgabe hat, die Produktion der roten Blutkörperchen (Erythrozyten) zu regulieren. Über die Blutbahn wird das Hormon von der Niere bis zum Knochenmark transportiert, wo es die Bildung neuer Erythrozyten anregt. Die roten Blutkörperchen sind für den Sauerstofftransport von den Lungenbläschen ins Gewebe zuständig. Künstlich hergestelltes Erythropoietin wird im Sport missbräuchlich verwendet, um die Zahl der roten Blutkörperchen zu erhöhen und damit die Leistung zu steigern, vor allem im Ausdauersport. EPO steht deshalb auf der Liste der im Sport verbotenen Mittel. Der Missbrauch bedeutet ein hohes gesundheitliches Risiko: Die Verwendung von Erythropoietin bei gesunden Menschen führt gleichzeitig auch zu einer Verdickung des Blutes, wodurch die Blutgefäße verstopft werden können. Mögliche Folgen sind unter anderem die Erhöhung des Blutdrucks und ein erhöhtes Risiko für Thrombosen und Schlaganfälle.

 

Interner Link: EPO

Erythrozyten

Erythrozyten sind die roten Blutkörperchen im Blut. Sie binden Sauerstoffmoleküle an sich und transportieren diese über die Blutbahn zu den einzelnen Organen. Die Erythrozyten sind also für die lebenswichtige Sauerstoffversorgung der Organe zuständig.

 

Interner Link: EPO, Verbesserung des Sauerstofftransports

Formoterol

Formoterol ist ein Beta-2-Agonist, der vor allem in Medikamenten gegen Asthma vorkommt. Formoterol zählt zu den vier Wirkstoffen, für die Athletinnen und Athleten, die unter Asthma leiden, einen Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung (ATUE) stellen können, allerdings nur zum Gebrauch als Inhalation.

 

Link zu Beta-2-Agonisten

Gendoping

Gendoping ist der nicht-therapeutische Gebrauch von Zellen, Genen, genetischen Elementen oder der Beeinflussung der Genexpression mit der Möglichkeit, die Leistungsfähigkeit zu steigern. Streng molekularbiologisch versteht man unter Gendoping das Einschleusen von DNA- oder RNA-Molekülen in den menschlichen Organismus zum Zweck der dauerhaften Leistungssteigerung. Obwohl noch keine Forschungsergebnisse und Erfahrungen beim Menschen vorliegen und das Risiko für den Sportler unkalkulierbar ist, gibt es erste Hinweise auf mögliche Versuche mit einer Epo-Genkonstruktion. Gleichzeitig wird bereits an Nachweismöglichkeiten des Gendopings gearbeitet – zwei Tests sind in der Versuchsphase.

Glukokortikoide

Glukokortikoide sind Hormone, die in der Nebennierenrinde gebildet werden. Kortikoide wie Cortison oder Cortisol regulieren den Fett-, Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel. Therapeutisch sind die Glukokortikoide vielfältig verwendbar, beispielsweise zur Behandlung von Allergien, Asthma und Entzündungen. Sie schwächen bzw. unterdrücken außerdem die Immunabwehr. Es wird vermutet, dass die euphorisierende Wirkung Ursache für den Missbrauch im Sport ist. Glukokortikoide stehen auf der Verbotsliste; Athletinnen und Athleten, die Glukokortikoide brauchen, müssen eine medizinische Ausnahmegenehmigung (ATUE) beantragen.

 

Interner Link: Glukokortikoide

Glykogen

Glykogen entsteht durch die Umwandlung von Kohlehydraten (Zucker und Stärke) im menschlichen Organismus. Das Glykogen wird in der Leber in den Muskeln gespeichert. Als Leberglykogen reguliert es den Blutzuckerspiegel, als Muskelglykogen bildet es eine Energiereserve. Das Muskelglykogen wird vor allem aus stärkehaltigen Kohlehydraten gewonnen, die deshalb für Leistungssportler besonders wichtig sind.

 

Link zu BT Gesund essen und trinken

Gynäkomastie

Als Gynäkomastie wird eine krankhafte Vergrößerung der männlichen Brustdrüse bezeichnet. Eine Gynäkomastie kann als Begleiterscheinung vieler Krankheitsbilder auftreten, die Auswirkungen auf den Hormonstoffwechsel haben. Sie kann aber auch Folge von Anabolika-Missbrauchs sein.

 

Link zu BT Anabolika

Hämatokrit

Als Hämatokrit wird der Anteil fester, zellulärer Bestandteile (also der roten und weißen Blutkörperchen) des Blutes im Verhältnis zu seinen flüssigen Bestandteilen (dem Blutplasma) bezeichnet. Je höher der Hämatokrit-Wert des Blutes, desto dicker und zähflüssiger ist das Blut. Dies ist eine gefährliche Folge der Anwendung von EPO und anderer Formen des Blutdopings.

 

Link zu BT EPO, Blutdoping, BT Diuretica und Maskierungsmittel

Hämoglobin

Hämoglobin ist der eisenhaltige rote Blutfarbstoff in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten). Das Hämoglobin ist für den Sauerstofftransport im Blut zuständig. Auch der Hämoglobinwert steigt durch den Missbrauch von EPO oder durch Blutdoping. Ein zu hoher Hämoglobinwert, also zu dickes Blut, bedeutet ein hohes gesundheitliches Risiko.

 

 

HCG

Die Abkürzung HCG steht für Humanes Choriongonadotropin. Dieses Hormon wird im ersten Drittel der Schwangerschaft zunächst in der befruchteten Eizelle und später im Mutterkuchen gebildet. Es steuert die Ausschüttung des Progesterons, eines Hormons, das während der Schwangerschaft die Reifung weiterer Eizellen verhindert und für die Entwicklung der Milchdrüsen wichtig ist. Bei Männern bewirkt die Einnahme von HCG eine vermehrte Ausschüttung von Testosteron und damit auch eine mögliche Leistungssteigerung. Deshalb steht HCG auf der Liste der verbotenen Wirkstoffe.

 

Interner Link: HCG

Hepatitis

Als Hepatitis wird eine akute oder chronische Entzündung des Lebergewebes bezeichnet. Sie wird meist durch Hepatitis-Viren ausgelöst; manchmal ist aber auch eine Vergiftung z.B. durch Medikamente, Alkohol oder Umweltgifte die Ursache, oder eine Hepatitis tritt als Autoimmunerkrankung auf. Gegen die Virusinfektionen Hepatitis B und Hepatitis C ist keine Impfung möglich. Sie werden meist durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit bereits infizierten Personen oder durch Blutkontakt mit verunreinigten Spritzen übertragen. Gefahr kann also bei Blutdoping drohen.

Heroin

Heroin ist ein sogenanntes halbsynthetisches Opioid. Die genaue chemische Bezeichnung lautet 3,5-Diacetylmorphin, worin schon die Verwandtschaft zum Morphin deutlich wird. Heroin wird durch ein chemisches Verfahren aus dem Morphin gewonnen. Es hat eine schmerzstillende, dämpfende und euphorisierende Wirkung und erzeugt starke körperliche Abhängigkeit. Heroin zählt zu den im Sport verbotenen Narkotika. Der nachgewiesene Konsum von Heroin zieht gegebenenfalls aber auch strafrechtliche und/oder weitere verbandsinterne disziplinarische Maßnahmen nach sich.

 

Interner Link zu Narkotika

 

HGH

HGH ist die Abkürzung für die englische Bezeichnung des Wachstumshormons: human growth hormone. Die medizinische Bezeichnung des Hormons ist Somatotropin. Gebildet wird es im Hypophysenvorderlappen, einem Teil des Gehirns. Über die Blutbahn gelangt das Hormon zu den verschiedenen Zellen, wo es seine Wirkung entfalten kann. Somatotropin beschleunigt die Teilung der Zellen. Das macht sich als Wachstum bemerkbar. Wegen seiner anabolen Wirkung steht HGH auf der Verbotsliste.

 

Interner Link: HGH

HIV

HIV ist die Abkürzung für human immunodeficiency virus, das Virus, das die Immunschwäche Aids auslöst. Eine HIV-Infektion erfolgt meist durch ungeschützten Geschlechtsverkehr mit bereits infizierten Personen oder durch Blutkontakt mit verunreinigten Spritzen. Gefahr kann also bei Blutdoping drohen.

Codein

Codein ist ein schwach wirkendes Opiat, das in manchen Hustenmitteln enthalten ist. Es dämpft den Hustenreflex. Codein zählt zur Substanzklasse der Narkotika, wurde aber vor einigen Jahren von der Liste der verbotenen Wirkstoffe gestrichen.

 

Interner Link: Narkotika

Coffein

Coffein ist eine Substanz, die in Kaffee und (unter der Bezeichnung Teein) auch in Schwarztee enthalten ist und zu den Stimulanzien zählt. Die aufputschende Wirkung ist jedoch verglichen mit anderen Stimulanzien eher schwach, so dass Coffein seit 2004 auch nicht mehr als Dopingsubstanz auf der Verbotsliste steht.

 

Link zu BT Ephedrin & Co.

Cortisol, Cortison

Cortisol und Cortison sind körpereigene Steroidhormone, die zur Substanzklasse er Glukokortikoide zusammengefasst sind. Sie werden in der Nebennierenrinde gebildet und spielen bei vielen Stoffwechselprozessen eine wichtige Rolle. In der Medizin werden Cortison und Cortisol aufgrund ihrer entzündungshemmenden, die Immunabwehr unterdrückenden Wirkung verwendet. Die Substanzen können im Sport aufgrund ihrer euphorisierenden und schmerzstillenden Wirkung missbraucht werden und stehen deshalb auf der Verbotsliste. Athletinnen und Athleten müssen eine Ausnahmegenehmigung (ATUE) beantragen, wenn sie derartige Medikamente benötigen.

Interner Link: Glukokortikoide

Crack

Crack ist Kokain, das durch einen chemischen Prozess eine intensivere, aber auch kurzlebigere Wirkung bekommt. Crack hat das Aussehen weiß-gelblicher Kristalle, die aufgrund der knackenden Geräusche beim Rauchen als Crack bezeichnet werden. Crack steht wie Kokain auf der Liste der verbotenen Wirkstoffe. Der nachgewiesene Konsum von Crack zieht gegebenenfalls aber auch strafrechtliche und/oder verbandsinterne disziplinarische Maßnahmen nach sich.

 

Interner Link: Kokain

Depression

Depressionen sind psychische Störungen, die unterschiedlichste Formen annehmen können, von Niedergeschlagenheit, Angst und Unruhe über körperliche Symptome wie Erschöpfung und Appetitlosigkeit bis hin zu Wahnvorstellungen. Depressionen können körperliche Ursachen haben wie hormonelle Störungen oder eine Epilepsie; sie können durch eine Schädigung von Gehirnfunktionen hervorgerufen werden oder als Reaktion auf belastende Ereignisse und Situationen auftreten. Auch bestimmte Medikamente und Dopingsubstanzen wie Stimulanzien, Amphetamine und Anabolika können Depressionen auslösen.

Diuretika

Diuretika sind Substanzen, die zu einer vermehrten Harnausscheidung führen und somit entwässernd wirken. In der Medizin werden sie bei Bluthochdruck angewendet und um Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe (Ödeme) auszuschwemmen. Aufgrund dieser entwässernden Wirkung können mit Diuretika Urinproben so "verwässert" werden, dass ein Nachweis von Dopingsubstanzen nicht mehr möglich ist. Diuretika zählen deshalb zu den im Sport verbotenen Maskierungsmitteln.

 

Interner Link: Diuretika und andere Maskierungsmittel

 

 

DNA

DNA bzw. DNS ist die Abkürzung für Desoxyribonukleinsäure, wobei das A für Acid steht, den lateinischen Begriff für Säure. Die DNA ist Träger der menschlichen Erbsubstanz, der Gene. Experten sind der Meinung, dass schon in naher in Zukunft oder gar schon in der Gegenwart Dopingmethoden entwickelt und vielleicht schon bald angewendet werden, die auf einer Manipulation der Gene beruhen (Gendoping).

 

Interner Link: Gendoping

Acetylsalicylsäure

Acetylsalicylsäure ist in vielen schmerzstillenden Medikamenten, zum Beispiel in Aspirin, enthalten. Der Wirkstoff vermindert außerdem die Blutgerinnung. Acetylsalicylsäure steht nicht auf der Liste der verbotenen Wirkstoffe.

Adrenalin

Adrenalin ist ein Hormon, das in der Nebennierenrinde gebildet und beispielsweise in Stress- oder Angstsituationen ins Blut ausgeschüttet wird. Im Körper bewirkt es eine schnelle Bereitstellung von Energie durch die Steigerung von Pulsfrequenz und Blutdruck. Zugleich verringert sich die Darmtätigkeit, und die Bronchien weiten sich. Dadurch wird der Körper leistungsfähiger. Viele Stimulanzien haben eine dem Adrenalin ähnliche leistungssteigernde Wirkung und stehen deshalb auf der Liste der verbotenen Wirkstoffe.

Akne

Akne ist ein Oberbegriff für Hauterkrankungen. Die natürliche Talgsekretion der Haut ist gestört, die Talgdrüsen verstopfen, was zu Entzündungen und Vernarbungen der entsprechenden Hautpartien führt. Vor allem Jugendliche in der Pubertät sind von Akne betroffen. Akne kann aber auch durch den Konsum von Anabolika ausgelöst werden.

Akromegalie

Als Akromegalie wird eine ausgeprägte Vergrößerung der Körperendglieder oder vorspringenden Teile des Körpers (Akren) bezeichnet. Hierzu zählen Hände, Füße, Unterkiefer, Kinn, Nase und Augenbrauenwülste sowie die Geschlechtsteile. Eine Akromegalie kann zum Beispiel durch die missbräuchliche Einnahme des Wachstumshormons HGH verursacht werden, das auf der Liste der verbotenen Wirkstoffe steht. Die Veränderungen sind bleibend und nicht mehr rückgängig zu machen.

Alkaloide

Alkaloide sind chemische Verbindungen pflanzlichen oder tierischen Ursprungs, die häufig eine psychoaktive und eine mehr oder weniger ausgeprägte giftige Wirkung haben. Beispielsweise haben die Alkaloide der Nachtschattendrogen eine halluzinogene Wirkung. In höheren Dosen konsumiert können sie tödlich sein. Alkaloide sind zum Beispiel in den Stimulanzien Kokain und Ephedrin enthalten, die auch als Dopingsubstanzen im Leistungssport verboten sind.

Allgemeiner Testpool (ATP)

Alle Bundeskaderathleten werden von ihrem jeweiligen Sportverband und der NADA entweder dem Nationalen oder den Allgemeinen Testpools zugeordnet. Dabei umfasst der Nationale Testpool in der Regel die Mitglieder des Internationalen Testpools, die Athleten der jeweiligen Topteams für die Olympischen Spiele und die Athleten, die einem A-Kader oder einer A-Nationalmannschaft angehören. Alle anderen Bundeskaderathleten sind Mitglieder des der Allgemeinen Testpools I und II.

Alpha-Reduktase-Inhibitoren

Alpha-Reduktase-Inhibitoren greifen in die Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron ein. So erschweren sie den Nachweis von Anabolika im Urin und stehen deshalb als Maskierungsmittel auf der Liste der verbotenen Wirkstoffe. Zu den Alpha-Reduktase-Inhibitoren gehört z. B. der Wirkstoff Finasterid, der auch in Haarwuchsmitteln enthalten ist.

Amphetamin

Amphetamin gehört zu den im Sport verbotenen Stimulanzien. Es wirkt ähnlich wie das Stresshormon Adrenalin. Amphetamin bewirkt zum einen, dass das Adrenalin länger im Blut bleibt, zum anderen wirkt es anregend auf die Zielzellen selbst. Die Effekte dieser gesteigerten Aktivierung des Nervensystems sind vor allem eine höhere Aufmerksamkeit und Leistungsbereitschaft. Dabei wird Müdigkeit unterdrückt und die Koordination von monotonen Abläufen verbessert. Wenn Amphetamine im Leistungssport als Dopingmittel benutzt werden, besteht die Gefahr, dass die Energiereserven des Körpers bis zur Erschöpfung ausgebeutet werden. Mögliche Folgen sind Verwirrtheit, Orientierungslosigkeit und Muskelblockaden, die sogar zum Tode führen können.

Anabol

Als anabol werden Wirkstoffe bezeichnet, die Aufbau- und Wachstumsprozesse vor allem der Muskeln und Knochen fördern.

 

 

Anabolika

Anabolika sind Substanzen, die eine muskelaufbauende (anabole) Wirkung haben. Die klassischen Anabolika sind Steroidhormone, die zusätzlich auch eine androgene Wirkung (Einfluss auf die inneren und äußeren Geschlechtsmerkmale) haben. Ihr wichtigster Effekt liegt für Athletinnen und Athleten in der Förderung der Proteinsynthese (Eiweißherstellung) in den Muskelzellen. Somit kann durch verstärktes Training schneller mehr Muskelmasse produziert werden. Deshalb stehen Anabolika auch auf der Liste der verbotenen Wirkstoffe. Der Missbrauch von Anabolika kann schwere gesundheitliche Schäden auslösen wie Leberschäden, Vermännlichung bei Frauen, Brustvergrößerung bei Männern, Schädigungen des Herz- und Kreislaufsystems bis hin zum Herzinfarkt. Anabolika können auch eine Reduktion der Spermienbildung herbeiführen.

Androgen

Androgene sind natürliche oder synthetische Substanzen, die die Ausprägung der männlichen Geschlechtsmerkmale steuern. So zählt zum Beispiel das männliche Sexualhormon Testosteron zu den Androgenen. Viele Anabolika haben eine androgene Wirkung (Einfluss auf die inneren und äußeren Geschlechtsmerkmale).

Angina pectoris

Angina pectoris ist eine Durchblutungsstörung des Herzens, die durch eine krankhafte Verengung von Herzkranzgefäßen entsteht und sich durch Atemnot und Schmerzen im Brustkorb bemerkbar macht. Eine Angina pectoris ist häufig Vorbote eines Herzinfarkts. Die Erkrankung kann auch auftreten, wenn Beta-2-Agonisten missbräuchlich, etwa zu Doping-Zwecken eingenommen werden.

Antiestrogene

Antiestrogene Medikamente verhindern die Umwandlung des männlichen Hormons Testosteron in das weibliche Hormon Östrogen. In der Medizin werden Antiestrogene zum Beispiel zur Behandlung von Brustkrebs oder zur Anregung des Eisprungs eingesetzt. Als Dopingsubstanzen werden sie von männlichen Athleten missbraucht, um bestimmte Nebenwirkungen von Anabolika zu unterdrücken: Antiestrogene sollen dem Effekt der Brustvergrößerung bei Männern entgegenwirken.

Antibabypille

Alle Antibabypillen sind im Sport erlaubt. Dies gilt auch für vaginale Freisetzungssysteme wie den Nuva Ring, Implantate zur Empfängnisverhütung wie Implanon, Dreimontasspritzen oder Hormonpflaster zur Verhütung

A-Probe

Der Urin, der im Rahmen einer Doping-Kontrolle abgegeben wird, wird auf zwei Flaschen verteilt, die A-Probe und die B-Probe. Im Labor wird zunächst nur die A-Probe analysiert. Der Athlet/die Athletin hat das Recht, bei positiver A-Probe die Analyse der B-Probe zu verlangen und bei der Analyse zugegen zu sein. Verzichtet er auf die Öffnung der B-Probe, stellt dies die unwiderlegbare Vermutung auf, dass die B-Probe das Ergebnis der A-Probe bestätigt hätte.

Arteriosklerose

Arteriosklerose ist die medizinische Bezeichnung für die so genannte Arterienverkalkung. Dabei kommt es zur Ablagerung von Fett, Kalk, Bindegeweben und Blutgerinnseln an den Gefäßwänden der Blutgefäße. Diese führen langfristig zu schweren Durchblutungsstörungen, Herzinfarkten und Schlaganfällen. Das Risiko einer Arteriosklerose wird durch die Einnahme von Anabolika erhöht.

Asthma

Als Asthma wird eine anfallsweise auftretende schwere Atemnot bezeichnet, meist verbunden mit einer Verkrampfung der Bronchialmuskulatur. Asthmaanfälle können durch allergische Reaktionen, durch Infektionen oder durch körperliche Überanstrengung ausgelöst werden. Häufig spielen mehrere Faktoren zugleich eine Rolle. Viele Medikamente gegen Asthma enthalten Beta-2-Agonisten, die auf der Liste der verbotenen Substanzen stehen. Zur Behandlung von Asthma ist es möglich, einen Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung (ATUE) zu stellen, aber ausschließlich für die Wirkstoffe Formoterol, Salbutamol, Salmeterol und Terbutalin zur Benutzung als Inhalation.

ATUE

ATUE ist die Abkürzung für Abbreviated Therapeutic Use Exemption. Es handelt sich um ein vereinfachtes Verfahren zur Erteilung medizinischer Ausnahmegenehmigungen für Substanzen, die auf der Verbotsliste stehen. Dieses Verfahren gilt nur für einige Beta-2-Agonisten als Inhalation und für Glukokortikoide, die systemisch verabreicht werden.

 

Interne Links zu BT Beta-2-Agonisten und BT Glukokortikoide

Beta-2-Agonisten

Die Wirkung der Beta-2-Agonisten beruht auf einer Erweiterung der Bronchien und einer Erschlaffung der Bronchialmuskulatur, um deren Verkrampfung bei einem Asthmaanfall zu lindern. Beta-2-Agonisten sind im Leistungssport verboten, weil sie teilweise eine anabole Wirkung haben und kurzfristig stimulierend wirken können. In hohen Dosen können sie die Herzfrequenz und den Blutdruck erhöhen. Für die vier Wirkstoffe Formoterol, Salbutamol, Salmeterol und Terbutalin können Anträge auf eine Ausnahmegenehmigung (ATUE) zur Benutzung als Inhalation gestellt werden.

 

Interner Link: Beta-2-Agonisten

Betablocker

Betablocker kommen in Medikamenten gegen Bluthochdruck, Migräne, Herzrhythmusstörungen und Herzasthma zum Einsatz. Betablocker können missbraucht werden, um sich in Wettkämpfen, in denen zum Beispiel eine ruhige Hand gefragt ist, einen Vorteil zu verschaffen. Deshalb ist ihr Gebrauch in einigen Sportarten verboten.

Blutdoping

Unter Blutdoping versteht man den Austausch von Blut, roten Blutzellen oder anderen Blutzellprodukten, der nicht für eine medizinische Behandlung vorgesehen ist. Die Athletin oder der Athlet lässt sich eine Bluttransfusion mit fremdem Blut oder mit eigenem, zuvor entnommenem Blut geben. Ziel dieser Methode ist es, die Zahl der roten Blutkörperchen im Blut zu erhöhen und so den Sauerstofftransport zu verbessern. Blutdoping ist mit einem hohen gesundheitlichen Risiko verbunden und kann Nebenwirkungen wie Fieber, Gelbsucht, Entzündungen der Venen, bakterielle Infektionen sowie Überlastungen des Herz-Kreislaufsystems auslösen. Blutdoping zählt zu den verbotenen Methoden im Sport.

 

Link zu BT Verbesserung des Sauerstofftransports; EPO

 

 

Blutplasma

Blut besteht zum einen aus Flüssigkeit und zum anderen aus Zellen. Die Flüssigkeit wird als Blutplasma bezeichnet. Das Blutplasma besteht zu 90 bis 95 Prozent aus Wasser, der Rest sind Proteine, Kohlehydrate, Fette und sonstige Nährstoffe. Das Verhältnis zwischen Blutplasma und zellulären Bestandteilen des Blutes kann Auskunft über einen möglichen Missbrauch von EPO geben.

 

Interner Link: Diuretika und andere Maskierungsmittel

B-Probe

Der Urin, der im Rahmen einer Doping-Kontrolle abgegeben wird, wird auf zwei Flaschen verteilt, die A-Probe und die B-Probe. Im Labor wird zunächst nur die A-Probe analysiert. Der Athlet/die Athletin hat das Recht, bei positiver A-Probe die Analyse der B-Probe zu verlangen und bei der Analyse zugegen zu sein. Verzichtet er auf die Öffnung der B-Probe, stellt dies die unwiderlegbare Vermutung auf, dass die B-Probe das Ergebnis der A-Probe bestätigt hätte.

 

 

Interner Link: Doping-Kontrollsystem

Bronchien

Bronchien sind die Luftwege der Lunge, die sich ausgehend von der Luftröhre immer weiter verzweigen.

Cannabinoide

Als Cannabinoide werden die Inhaltsstoffe der Cannabis-Pflanze (indischer Hanf) bezeichnet. Der wirksamste Bestandteil ist das delta-9- Tetrahydrocannabinol (THC), das für die psychoaktive Wirkung von Haschisch und Marihuana verantwortlich ist. Aufgrund der beruhigenden Wirkung kann der Konsum von Cannabis dazu führen, dass ein Athlet in gefährlichen Sportarten risikobereiter in den Wettkampf geht, was ein erhöhtes Unfallrisiko darstellen, aber auch zu einem besseren Ergebnis führen kann. Cannabinoide sind deshalb im Sport während der Wettkämpfe verboten. Der nachgewiesene Konsum von Cannabis zieht gegebenenfalls aber auch strafrechtliche und/oder verbandsinterne disziplinarische Maßnahmen nach sich.

Cathin

Cathin ist eine dem Ephedrin verwandte Substanz. Sie wird aus den Blättern und der Rinde des Kat-Strauchs gewonnen, der in Nord- und Ostafrika beheimatet ist. Cathin hat wie Ephedrin eine stimulierende und euphorisierende Wirkung und steht deshalb auf der Verbotsliste.

 

Interner Link: Ephedrin & Co.

Choriongonadotropin

Das humane Choriongonadotropin (HCG) ist ein Hormon, das im ersten Drittel der Schwangerschaft zunächst in der befruchteten Eizelle und später im Mutterkuchen gebildet wird. Es steuert die Ausschüttung des Progesterons, eines Hormons, das während der Schwangerschaft die Reifung weiterer Eizellen verhindert und für die Entwicklung der Milchdrüsen wichtig ist. Das HCG wird mit dem Urin ausgeschieden. Bei Männern bewirkt es eine verstärkte Produktion von Testosteron und steht deshalb auf der Verbotsliste.

 

Interner Link: HCG

Clenbuterol

Der Wirkstoff Clenbuterol, der im Zusammenhang mit aufgedeckten Dopingfällen bekannt wurde, gehört zur Substanzklasse der Beta-2-Agonisten. Bei hoher Dosierung verlangsamt Clenbuterol die Muskelabbauprozesse, die normalerweise ständig im Körper ablaufen. So wird auf unzulässige Weise der Aufbau von Muskelmasse unterstützt. Für Clenbuterol, das natürlich auf der Verbotsliste steht, gibt es keine medizinische Ausnahmegenehmigung.

 

Interner Link: Beta-2-Agonisten

Cannabinoide

Als Cannabinoide werden die Inhaltsstoffe der Cannabis-Pflanze (indischer Hanf) bezeichnet. Der wirksamste Bestandteil ist das delta-9- Tetrahydrocannabinol (THC), das für die psychoaktive Wirkung von Haschisch und Marihuana verantwortlich ist. Aufgrund der beruhigenden Wirkung kann der Konsum von Cannabis dazu führen, dass ein Athlet in gefährlichen Sportarten risikobereiter in den Wettkampf geht, was ein erhöhtes Unfallrisiko darstellen, aber auch zu einem besseren Ergebnis führen kann. Cannabinoide sind deshalb im Sport während der Wettkämpfe verboten. Der nachgewiesene Konsum von Cannabis zieht gegebenenfalls aber auch strafrechtliche und/oder verbandsinterne disziplinarische Maßnahmen nach sich.

ATP

ATP ist die Abkürzung für Allgemeiner Testpool.

 

Link zu BT Rechte und Pflichten