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Inhalt
STRATEGIEKONZEPT DER NADA
Die NADA-Präventionsarbeit erfolgt in zwei Sektoren:
Sektor A: Im Mittelpunkt steht der/die jugendliche Sportler/in und der Personenkreis, der die Jugendlichen erzieht (Eltern), betreut und trainiert (Trainer/in) und unterrichtet (Lehrkräfte der Schulen).
Sektor B: Im Zentrum steht der/die Spitzensportler/in und sein unmittelbares Umfeld, zu dem in erster Linie die Trainer/innen, Physiotherapeuten, Ärzte, Sportpsychologen u.a. sowie auch die Verbandsverantwortlichen für den Spitzensport zählen.
- Sektor A -
Die Präventionsarbeit der NADA verfolgt das Ziel, jugendliche Sportlerinnen und Sportler für die Problematik des Dopings im Sport zu sensibilisieren, sie über die Gefahren des Dopings zu informieren, über die Folgen aufzuklären und im Rahmen des Möglichen ihre Lebenskompetenz zu stärken. Die NADA möchte Sportlerinnen und Sportler mit ihrem Fachwissen unterstützen, sie in ihrem Selbstbewusstsein stärken und sie ermutigen, eine selbstständige Entscheidung gegen Doping zu treffen. Damit Athleten/innen nicht in so genannte Dopingfallen (Nahrungsergänzungsmittel, Medikamente etc.) treten, muss eine intensive Beratung junger Athleten/innen erfolgen.
Mit den vielfältigen Initiativen der Präventionsarbeit zielt die NADA auf die Herstellung eines dopingfeindlichen Klimas im Nachwuchssport, d.h. in der nächsten Spitzensportgeneration. Die Umsetzung der Präventionsziele erfolgt in vier Handlungsfeldern/Zielgruppen durch mehrere Projekte.
Handlungsfelder/Zielgruppen:
- Nachwuchssportlerinnen und -sportler
- Eltern und Erziehungsberechtigte
- Trainerinnen und Trainer
- Lehrkräfte an Schulen
Nachwuchssportlerinnen und -sportler:
Mit den Projekten dieses(r) Handlungsfeldes/Zielgruppe sollen möglichst viele jugendliche Sportlerinnen und Sportler, die sich auf dem Weg zum Leistungssport befinden oder bereits dort angekommen sind (D-, D/C-, C-Kader), unmittelbar erreicht werden.
Eltern und Erziehungsberechtigte:
Großen Einfluss auf die Jugendlichen haben in der Regel deren Eltern, die gut informiert und beraten sein müssen, damit sie ihren in den Kadern der Sportverbände betreuten Kindern im Sinne des Anti-Doping-Kampfes hilfreich zur Seite stehen können. Die Projekte verfolgen das Ziel, die Eltern jugendlicher Leistungssportler/innen für die Dopingproblematik zu sensibilisieren, sie zu informieren und sie darin zu bestärken, ihre Kinder im Kampf gegen Doping zu unterstützen.
Trainerinnen und Trainer:
Neben den Eltern haben die Trainer/innen die größten Möglichkeiten, jugendliche Sportler/innen zu informieren, zu beraten und vor Dopingfallen zu schützen sowie sie in ihrer Haltung gegen Doping positiv zu beeinflussen.
Nur über die Trainer/innen, die in den wettkampf- und leistungssportorientiert ausgerichteten Sportvereinen und -verbänden arbeiten, besteht die Möglichkeit, die Präventionsinitiativen der NADA bei möglichst allen jugendlichen Leistungssportler/innen wirksam werden zu lassen. Daher hat das Erreichen der Trainer/innen ein besonderes Gewicht im Rahmen der NADA-Präventionsmaßnahmen. Einen wichtigen Schritt in diese Richtung stellt die Internet-Trainerplattform dar, die seit Juli 2008 freigeschaltet ist.
Lehrkräfte der Schulen:
Ziel dieses(r) Handlungsfeldes/Zielgruppe ist es, die Fragen der Dopingprävention in den Unterrichtsstoff mit einzubeziehen, insbesondere in Schulen mit Sportschwerpunkten – Eliteschulen des Sports, sportbetonte Schulen, Partnerschulen des Leistungssports und Schulen mit Sportleistungskursen.
Perspektivisch gesehen soll eine Einbindung des Themas Dopingprävention in den Unterrichtsplan an allen Schulen erfolgen. Um allen Lehrern eine Einbindung des Themas möglichst einfach zu machen, sollen Unterrichtseinheiten und Materialien als Muster erstellt werden und den Lehrkräften, über ein Schulungsportal der NADA, zugänglich gemacht werden. Zudem sollen Lehrerfortbildungsmaßnahmen durchgeführt werden, um einen hohen Multiplikatoreneffekt zu erzielen. Eine Abstimmung mit den Kultusministerien der Länder sowie weiterer Institutionen ist hierbei erforderlich.
- Sektor B -
Die Realisierung der Präventionsziele erfolgt in fünf Handlungsfeldern/Zielgruppen:
Handlungsfelder/Zielgruppen:
- Spitzenathletinnen und -athleten
- Trainerinnen und Trainer der Spitzenverbände
- Betreuungspersonen im Hochleistungssport (Physiotherapeuten, Ärzte u.a.)
- Verbandsfunktionäre
Spitzenathletinnen und -athleten:
Mit den Projekten in diesem Bereich sollen möglichst alle Athletinnen und Athleten der Nationalkader A-, B- und C- erreicht werden.
Trainerinnen und Trainer der Spitzenverbände:
Die im Hochleistungssport der Spitzenverbände und Sportvereine engagierten Trainerinnen und Trainer sind die unmittelbaren Bezugspersonen der Spitzenathletinnen und -athleten. Sie müssen für die Dopingproblematik sensibilisiert werden und ständig auf dem aktuellen Stand des nationalen und internationalen Dopingkontrollsystems sein.
Betreuungspersonal im Hochleistungssport:
Physiotherapeuten/innen, Sportpsychologen/innen sowie andere im unmittelbaren Umfeld der Athletinnen und Athleten arbeitenden Experten/innen in den Olympiastützpunkten und bei den Sportverbänden und -vereinen sollen aktuell über den Entwicklungsstand des Antidopingkampfes auf nationaler und internationaler Ebene unterrichtet werden.
Verbandsfunktionäre:
Die Verantwortlichen für den Spitzensport in den Sportfachverbänden und Vereinen sollen über die aktuellen Entwicklungen des Anti-Doping-Kampfes informiert und dahingehend beraten werden, dass sie dem Kampf gegen Doping im Sport eine hohe Priorität in ihrem Zuständigkeitsbereich beimessen.
Handlungsfeldübergreifende Projekte:
Die NADA veranstaltet regelmäßig Anti-Doping-Workshops für Journalisten, um über die aktuellen und geplanten Maßnahmen der NADA-Prävention zu informieren.
Darüberhinaus wird sich die NADA auch an Anti-Doping-Kongressen u.a. der Partner beteiligen.

