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Inhalt
PRÄVENTION
Prävention als elementarer Bestandteil wirksamer Dopingbekämpfung
Kontrollen und Sanktionen allein sind für eine wirksame Dopingbekämpfung unzureichend, zumal sie sich ohnehin nur auf den Bereich des Leistungssports und hier wiederum überwiegend nur auf die im Doping-Kontroll-System der Nationalen Anti Doping Agentur (NADA) erfassten Athleten mit Kaderstatus beschränken. Sie haben sich im Rahmen der Athletenvereinbarung den Regelwerken ihres Fachverbandes, der NADA und der WADA zu unterwerfen. Die sportpolitischen Diskussionen haben auch zu dieser Einsicht geführt, dass eine Konzentration auf Kontrollen und deren weitere Intensivierung allein nicht ausreicht, um das Dopingproblem in den Griff zu bekommen. Mindestens genauso wichtig wie ein repressives Vorgehen sind Maßnahmen im präventiven Bereich. Diese umfassen sowohl die Information als auch die Motivation und die Stärkung von Kompetenzen.
Die Dopingprävention zählt laut Stiftungsverfassung zu einer der wesentlichen Aufgaben und Ziele der NADA – dies entspricht einer Forderung der sportpolitischen Diskussionen der letzten Jahre: „Zweck der Stiftung ist die Förderung des Sports. Sie möchte das Fair-Play im Sport durch geeignete pädagogische, soziale, medizinische, wissenschaftliche und sportliche Maßnahmen fördern, insbesondere … 5. durch die Erstellung und Verbreitung von Aufklärungs- und Erziehungsmaterial zur Problematik des Dopings im Sport“ (Auszug aus der Verfassung der NADA, III. Stiftungszweck).
Präventionsmaßnahmen bilden bei der Arbeit der NADA einen wichtigen Schwerpunkt, denn gerade dieser Bereich spiegelt die breite gesellschaftspolitische und soziale Verantwortung der Stiftung wieder. Im Gesamtkonzept Prävention wird nach einer ausführlichen Darstellung der Ausgangslage der Präventionsansatz der NADA erläutert. Darüber hinaus werden u.a. die primären Zielgruppen, die zielgruppenspezifischen Teilziele, die Methoden und Instrumente sowie die zu ergreifenden Maßnahmen für eine langfristig angelegte und erfolgreiche Präventionsstrategie dargelegt.
VERHALTENSPRÄVENTION UND VERHÄLTNISPRÄVENTION
Nach dem Selbstverständnis der NADA kann das Dopingproblem nicht alleine durch Kontrollen und Sanktionen gelöst werden. Deshalb ist es besondere Aufgabe und Ziel der NADA, mit präventiven Maßnamen bereits im Vorfeld jeglichen Dopingmissbrauchs anzusetzen, um Doping wirkungsvoll und nachhaltig vorzubeugen.
Dabei kann Doping nicht allein auf das Vergehen einzelner Spitzenathleten reduziert werden (Verhaltensprävention/ individueller Ansatz). Um Doping erklären und wirksam bekämpfen zu können, müssen auch die Strukturen, in die die Athleten eingebunden sind, näher betrachtet werden (Verhältnisprävention). Notwendig ist eine Kombination von Maßnahmen der Verhaltens- und der Verhältnisprävention. Dabei geht die NADA umfassend vor. Es werden u.a. die primären Zielgruppen, die zielgruppenspezifischen Teilziele, die Methoden und Instrumente sowie die zu ergreifenden Maßnahmen für eine langfristig angelegte und erfolgreiche Präventionsstrategie dargelegt.

